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Wie du Bewerbungscoaching in deine Abfindung verhandelst

Verhandlung der Abfindung

Wenn eine Kündigung oder ein Aufhebungsvertrag auf dem Tisch liegt, denken die meisten zuerst an eine Zahl: Wie viel Abfindung ist drin? Dabei übersehen viele eine zweite, oft leichter verhandelbare Option – professionelle Unterstützung beim nächsten beruflichen Schritt, bezahlt vom Arbeitgeber.



Genau das ist Outplacement, und in vielen Fällen lässt es sich problemlos in dein Trennungspaket verhandeln, wenn man weiß, wie man es anspricht.


Warum Arbeitgeber darauf oft eingehen

Aus Sicht deines Arbeitgebers ist Bewerbungscoaching vergleichsweise günstig – deutlich günstiger als eine höhere Abfindungssumme in bar. Gleichzeitig sendet es ein positives Signal: Man trennt sich nicht einfach, sondern unterstützt aktiv beim Übergang. Das wirkt sich auf die Stimmung im verbleibenden Team aus, auf das Image als Arbeitgeber und nicht zuletzt auf das Risiko einer Kündigungsschutzklage – ein einvernehmliches, fair gestaltetes Trennungspaket senkt dieses Risiko spürbar. Für viele Unternehmen ist ein Bewerbungscoaching daher ein einfaches Zugeständnis, das beiden Seiten nützt.


Der richtige Zeitpunkt: vor der Unterschrift

Das Wichtigste zuerst: Deine Verhandlungsposition ist am stärksten, solange nichts unterschrieben ist. Sobald ein Aufhebungsvertrag oder eine Kündigung final ist, sinkt die Bereitschaft auf Arbeitgeberseite, zusätzliche Leistungen draufzulegen, spürbar. Sprich das Thema also im Trennungsgespräch selbst an oder spätestens in der Verhandlungsphase des Aufhebungsvertrags – nicht erst, wenn alles bereits geregelt scheint.


Wie du es konkret ansprichst

Viele scheuen sich, das Thema aktiv einzubringen, weil es sich unangenehm anfühlt, in einem ohnehin schwierigen Gespräch noch etwas zu fordern. Dabei ist ein sachlicher, kurzer Satz meist ausreichend:

„Ich würde mir wünschen, dass Sie mich beim nächsten Schritt unterstützen – zum Beispiel durch ein professionelles Bewerbungscoaching bei einem Anbieter meiner Wahl. Das ist für Sie deutlich günstiger als eine höhere Abfindungssumme und hilft mir gleichzeitig, schneller wieder Fuß zu fassen."

Wichtig dabei: Nenne nach Möglichkeit einen konkreten Rahmen, statt es vage zu lassen – zum Beispiel einen Betrag in Höhe eines bestimmten Programms. Ein konkreter Vorschlag lässt sich leichter zusagen als eine offene Bitte, über die erst intern diskutiert werden muss.

Falls dein Arbeitgeber lieber selbst einen Anbieter auswählt: Das ist grundsätzlich in Ordnung, du kannst aber genauso gut auf einem Anbieter deiner Wahl bestehen – gerade bei einem Thema, bei dem Vertrauen und Passung eine große Rolle spielen, ist das ein legitimer Wunsch.


Was tun, wenn HR ablehnt?

Nicht jeder Arbeitgeber ist offen dafür, und manchmal ist im Trennungspaket schlicht kein Spielraum mehr. In dem Fall lohnt sich der Blick auf die zweite Option: Investierst du selbst in dein Bewerbungscoaching, lassen sich die Kosten in der Regel als Werbungskosten steuerlich geltend machen. Deine tatsächliche Investition fällt dadurch oft spürbar geringer aus als der reine Listenpreis – ein Gespräch mit deiner Steuerberatung gibt dir dazu Klarheit für deinen konkreten Fall.


Ein rechtlicher Hinweis zum Aufhebungsvertrag

Verhandelst du gerade über einen Aufhebungsvertrag, gilt unabhängig vom Thema Bewerbungscoaching: Lass ihn im Zweifel vorher rechtlich prüfen. Je nach Ausgestaltung kann ein Aufhebungsvertrag eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld nach sich ziehen – ein Punkt, den viele erst zu spät bemerken. Eine kurze anwaltliche Prüfung vor der Unterschrift schützt dich davor und ist gut investierte Zeit, gerade wenn ohnehin schon über die Konditionen verhandelt wird.


Dein nächster Schritt

Ob dein Arbeitgeber am Ende zahlt oder du selbst startest – wichtig ist, dass du die Zeit bis zur nächsten Position nicht ungenutzt verstreichen lässt. In unseren Programmen bekommst du von Lebenslauf-Optimierung über Interviewtraining bis zum persönlichen Coaching alles, was du für den nächsten Schritt brauchst. Schau dir die Pakete an oder lies zuerst unsere Checkliste für die ersten Wochen nach der Kündigung, wenn du dir erst einen Überblick verschaffen willst.

 
 
 

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